Samstag, 5. Januar 2013

Auswärtsserie hält auch im Artland


Phoenix Hagen mausert sich zu einem echten Auswärtsteam. Nach den Erfolgen in Frankfurt und Ludwigsburg gewannen die Feuervögel auch bei den Artland Dragons souverän mit 104:93 (48:45). Die Hagener präsentierten sich in Quakenbrück sehr ausgeglichen und kontrollierten die Partie ab dem dritten Viertel.

Die Dragons wollten ihr vermeintliches Übergewicht unter den Körben ausnutzen und spielten viel über ihren US-Center Anthony King. Doch auch die lange Garde der Gäste um Bernd Kruel und Dino Gregory präsentierte sich stark in der Artland Arena. Gregory brachte Phoenix mit 13:12 in Führung (6.), Davin White baute den Vorsprung sogar auf 17:12 aus.
 
Die Partie wogte aber gerade im zweiten Viertel hin und her. MarQuez Haynes brachte den Dragons die Führung zurück (29:27, 13.). Nach zwei Dreiern von Abe Lodwick hatte Phoenix wieder die Nase mit 35:31 vorne. In dieser Phase beherrschte Quakenbrück den Rebound, lief einen 10:0-Run und setzte sich bis auf 43:37 ab (17.).  Die Feuervögel konnten an diesem Abend aber auf einen tiefen Kader zurückgreifen. Gleich sechs Akteure punkteten zweistellig. Top-Scorer Davin Wihte sorgte mit fünf Punkten in der Schlussphase für die 48:45-Pausenführung.
 
Diesen Vorsprung bauten die Gäste nach dem Wechsel schnell auf 56:47 aus, weil Larry Gordon und David Bell aus der Distanz trafen. Als die Dragons drauf und dran waren, das Blatt wieder zu wenden, versenkte Gordon einen eminent wichtigen Dreier zum 63:58 (26.). Von diesem Moment an behielten die Hagener die Partie jederzeit unter Kontrolle. Das lag auch daran, dass sie sich enorm souverän von der Freiwurflinie präsentierten. Bernd Kruel baute den Vorsprung bis auf 76:63 aus (29.).
 
Als Davin White den Schlussabschnitt mit einem weiteren Distanzwurf zum 81:65 eröffnete, roch es endgültig nach dem dritten Auswärtssieg in Folge. Der in den letzten zehn Minuten besonders gut aufgelegte Dino Gregory erzielte jetzt wichtige Punkte. Sein Dunking zum 89:76 (35.) und sein Dreipunktspiel zum 94:82 (37) nahmen den Dragons die letzte Hoffnung. Davin White war es vorbehalten, per Korbleger nach einem Steal von Gregory die Hundertermarke zu knacken (100:84). Quakenbrück konnte noch etwas Ergebniskosmetik betreiben, unterlag am Ende aber klar mit 93:104.
 
Phoenix Hagen zeigte eine blitzsaubere Mannschaftleistung, gab ganze fünf Bälle verloren und gewann den Rebound mit 36:32. Die Mannschaft von Ingo Freyer beendete durch den Erfolg - es war der erste überhaupt gegen Quakenbrück - die Hinserie mit acht Siegen bei neun Niederlagen und festigte damit den Platz im Mittelfeld.
 
Trainerstimmen:

Stefan Koch: „Hagen hat heute seine Art Basketball zu spielen mit sehr viel Hingabe und Intensität ausgeführt, weswegen der Sieg auch hochverdient ist. Für uns ist dieses Spiel eine Enttäuschung. Gefühlt ist das das erste Spiel für mich – ich habe die Statistiken noch genau im Kopf –, in dem wir in Quakenbrück 100 Punkte kassiert haben. Unsere Leistung war ein Spiegelbild unserer Trainingswoche. Wir hatten nicht ein gutes Training. Unsere Spieler müssen verstehen, dass wenn man in dieser Liga in die Play-offs kommen will, man immer 100 Prozent kampfbereit sein muss. Das habe ich heute nicht feststellen können."
 
Ingo Freyer: „Ich bin sehr, sehr froh. Das war sehr stark von meiner Mannschaft. Ich bin überrascht, in wie vielen Statistiken wir überlegen sind, obwohl Artland keine schlechten Statistiken hatte. Wir haben über 40 Minuten hochkonzentriert gespielt. Das sieht man auch daran, dass wir nur fünf Ballverluste hatten. Aber auch nur so haben wir hier eine Chance gehabt. Am Ende haben wir die Partie cool runtergespielt. Das war eine Verbesserung im Vergleich zum letzten Spiel gegen Bonn. Unsere Hinrunde war insgesamt okay. Wir wollen nichts mit der Abstiegszone zu tun haben und das haben wir bis hierhin geschafft. Jetzt müssen wir in der Rückrunde konzentriert bleiben, um unser Ziel zu erreichen.“
 
Artland Dragons: King (25), Haynes (20/2), Gomes (13/1, 8 Reb.), Mallet (11/3), Taylor (9), Grünheid (7), Strasser (5/1), Popovic (3), Kerusch, Njei.
 
Phoenix Hagen: White (22/2, 6 Ass.), Gordon (18/2), Dorris (15/1), Gregory (15), Hess (10/2), Bell (10/1), Kruel (8), Lodwick (6/2), Wendt.
 
Zuschauer: 3.000 (ausverkauft)

Stationen: 12:11 (5.), 22:24 (10.), 33:37 (15.), 45:48 (20.),54:60 (25.), 65:78 (30.), 78:89 (35.), 93:104 (40.).

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