Dienstag, 22. Januar 2013

Rundfunkbeitrag sozial abfedern


Der Sozialverband Deutschland (SoVD) fordert 
Korrekturen am neuen Rundfunkbeitrag. "Der Beitrag muss auf den 
Prüfstand. Insbesondere behinderte und finanziell benachteiligte 
Menschen spüren neue Belastungen. Das ist nicht fair und muss rasch 
behoben werden", sagte SoVD-Präsident Adolf Bauer heute in einem 
Pressestatement. Der Verbandspräsident erinnerte daran, dass zum 
Beispiel Hör- oder Sehbehinderte bisher aus guten Gründen von den 
Gebühren befreit waren. "Diese Menschen haben nur einen sehr 
eingeschränkten Aktionsradius, um am kulturell-sozialen Leben 
teilzuhaben. Dafür gab es durch die Gebührenfreiheit früher einen 
kleinen Nachteilsausgleich, den der neue Rundfunkbeitrag nun nicht 
mehr vorsieht. Bleibt es dabei, wäre dies ein völlig falsches Signal 
an die behinderten Menschen in Deutschland."

  Nach Einschätzung des SoVD spüren auch ältere Menschen mit knapper
Rente die Auswirkungen des neuen Beitrags. "Um schmale Altersrenten 
etwas aufzubessern, konnte mit dem Fernseh-Verzicht bisher Geld 
gespart werden. Diese Möglichkeit besteht seit Jahresbeginn nicht 
mehr, denn auch Menschen mit kleiner Rente sind jetzt voll 
beitragspflichtig", so Bauer. Die Notwendigkeit für eine Reform der 
veralteten GEZ-Gebühr sei durchaus verständlich, jedoch dürften dabei
keine sozialen Härten entstehen.

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